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Klimakonferenz-Simulation bringt UN-Verhandlungen ins Klassenzimmer

Wie schwierig internationale Klimapolitik sein kann, erlebten Schülerinnen und Schüler von drei Bamberger Schulen bei einer Klimakonferenz-Simulation. An drei Projekttagen im Juli schlüpften Jugendliche der Maria-Ward-Realschule, des Maria-Ward-Gymnasiums und des E.T.A.-Hoffmann-Gymnasiums in die Rollen von Ländervertreter:innen und stellten eine echte UN-Klimakonferenz nach.

Das Ziel war ambitioniert: Gemeinsam mussten die Jugendlichen versuchen, die Erderwärmung bis zum Jahr 2100 auf unter 1,5 Grad zu begrenzen. Dafür waren nicht nur gute Argumente, sondern vor allem Verhandlungsgeschick und Kompromissbereitschaft gefragt. Die Aufgabe erwies sich als anspruchsvoll – und forderte die Teilnehmer:innen auch emotional.

 

Über rund sechs Unterrichtsstunden arbeiteten die Klassen in Ländergruppen. Sie legten eigene Emissionsziele für fossile Brennstoffe fest, trafen Entscheidungen zum Umgang mit Entwaldung und Landverbrauch und berieten über die Einrichtung eines Klimafonds. Anschließend präsentierten die einzelnen Gruppen ihre Ziele und Entscheidungen. Gemeinsam wurden die Ergebnisse ausgewertet und die Auswirkungen auf das globale Klima diskutiert.

Dabei wurde deutlich, wie komplex internationale Klimapolitik ist: Entscheidungen einzelner Staaten haben Auswirkungen auf die gesamte Welt, gleichzeitig müssen unterschiedliche Interessen miteinander vereinbart werden. Die Simulation vermittelte den Jugendlichen damit nicht nur Wissen über den Klimawandel, sondern auch einen praktischen Einblick in die Herausforderungen internationaler Verhandlungen.

Ermöglicht wurde das Projekt durch die Unterstützung der Sparkasse Bamberg und der Cleantech Innovation Park GmbH. Durchgeführt wurde die Klimakonferenz-Simulation vom Verein Multivision e.V., der zu den 51 von der UNESCO anerkannten Maßnahmen im Rahmen der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ zählt und zu den größten Akteuren der Nachhaltigkeitsbildung in Deutschland gehört.

Für die Schülerinnen und Schüler wurde damit aus einem abstrakten globalen Thema eine konkrete Verhandlungssituation: Sie mussten selbst Verantwortung übernehmen, Interessen abwägen und erleben, wie schwer es ist, gemeinsam tragfähige Lösungen für den Klimaschutz zu finden.