Cleantech Innovation Park
Cleantech Innovation Park

Projekt Zukunft: 
Grundsteinlegung für Cleantech Innovation Park

Der Baubeginn für den ersten Abschnitt des Cleantech Innovation Park ist für August 2022 geplant, von Ende 2023 an sollen die ersten Projekte zur Forschung und Entwicklung von Zukunftstechnologien starten. Bei der Grundsteinlegung am 7. Juni trafen sich Hubert Aiwanger, bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie sowie Florent Menegaux, Präsident der Michelin Gruppe, zum Spitzengespräch. 

von links: P. Keller, J. Kalb, H. Aiwanger, F. Menegaux, M. Röttger, T. Söder, C. Metzger

Ein kleiner Stein mit großer Wirkung: Am 7. Juni haben die Gesellschafter der Cleantech Innovation Park GmbH in Hallstadt den Grundstein für das künftige Innovationszentrum am ehemaligen Michelin Produktionsstandort gelegt. Dort wird bald praxisnah an Mobilitätskonzepten, Antriebssystemen und grünen Spitzentechnologien der Zukunft geforscht. Baubeginn für das Innovationszentrum ist Ende August, sobald die Abbrucharbeiten abgeschlossen sind. Das Zentrum ist die Keimzelle des Cleantech Innovation Park. Rund 20 Millionen Euro fließen in das rund 8.000 Quadratmeter große Bauprojekt, dessen Finanzierung von den drei Gesellschaftern getragen wird: von Michelin, der Stadt Hallstadt, vertreten durch Bürgermeister Thomas Söder, und dem Landkreis, vertreten durch Landrat Johann Kalb. Ende 2023 soll das Innovationszentrum den Betrieb aufnehmen.

„Wir sind sehr froh, dass der Cleantech Innovation Park jetzt Formen annimmt. Erste Projekte aus den Bereichen KI und Digitalisierung, E-Mobilität, Ressourceneffizienz in der Fertigung und dem Maschinenbau der Zukunft sind in Vorbereitung. Auch das Thema Wasserstoff wird umfangreich einbezogen, von den Fertigungsprozessen der Brennstoffzelle bis zur Schaffung einer entsprechenden Fortbildungsinfrastruktur. So können wir mit der Fertigstellung des Gebäudes auch die ersten Projektpartner begrüßen“, erklärt Peter Keller, Geschäftsführer der Cleantech Innovation Park GmbH auch im Namen der übrigen Gesellschafter. Zu den großen Treibern künftiger Verbundprojekte mit großer Praxisnähe zählen unter anderem verschiedene Fraunhofer-Institute, die Universität Bamberg, die Universität Bayreuth und die Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg-Erlangen.

Zusammenarbeit von Industrie und öffentlicher Hand

Welche Bedeutung der Cleantech Innovation Park für die Stadt Hallstadt, den Landkreis Bamberg und die Region Nordbayern hat, zeigt auch, dass sich zur Grundsteinlegung Hubert Aiwanger, bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, Florent Menegaux, Präsident der Michelin Gruppe sowie Maria Röttger, President und CEO Michelin Europa Nord, für ein Spitzengespräch trafen. Für Michelin war nach der Schließung des Werkes in Hallstadt eines der übergeordneten Ziele, nachhaltige und gute Arbeitsplätze zu schaffen, die auch kommenden Generationen neue Chancen bieten.

Für die Stadt Hallstadt, den Landkreis Bamberg und das Land Bayern ist die Realisierung eines leistungsfähigen Innovationszentrums für Unternehmen unterschiedlicher Größe, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Start-ups die Basis für die Stärkung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der gesamten Region. Denn die nordbayerische Automobil- und Zuliefererindustrie steht vor gewaltigen strukturellen Herausforderungen. Deshalb arbeiten alle Akteure daran, den Cleantech Innovation Park zu einer Keimzelle für grüne Zukunftstechnologien zu machen. „Wir sehen den Cleantech Innovation Park als neutrale Innovationsplattform sowie als Leuchtturmprojekt und Innovationsmotor für die Region und darüber hinaus. Sie schafft Vernetzungsstrukturen zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Frank Döpper von der Universität Bayreuth. 

Erste Projekte festgelegt

Das Innovationszentrum ist der eigentliche Ort für die Durchführung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten von Unternehmen und Hochschulen. Sechs flexibel teilbare Werkhallen bieten den Akteuren viel Freiraum, um dort Zukunftstechnologien zu entwickeln und marktfähig zu machen. Zudem finden sie im Cleantech Innovation Park ein starkes Netzwerk an kompetenten Partnern. Dem Innovationszentrum liegt ein nutzerorientiertes Konzept zugrunde. Das bedeutet; Die Art der Nutzung richtet sich danach, was die Verbundpartner dort entwickeln und erforschen wollen. „Für unsere Großprojekte mit Unternehmen im Bereich der Elektromobilität benötigen wir Werkhallen und Labore in entsprechender Größe und Ausstattung. Hierfür bietet der Cleantech Innovation Park die perfekte infrastrukturelle Voraussetzung“, sagt Prof. Dr.-Ing. Jörk Franke von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Auch Prof. Dr. Ute Schmid von der Universität Bamberg, Professur für Angewandte Informatik insb. Kognitive Systeme und Leiterin der Fraunhofer IIS Projektgruppe Comprehensible AI, möchte den Standort als Plattform nutzen: „Der Cleantech Innovation Park bietet eine hervorragende Möglichkeit zum Wissenstransfer zwischen Hochschulen und Unternehmen. Die Universität Bamberg bringt sich hier insbesondere mit interdisziplinären Projekten im Bereich Künstliche Intelligenz sowie Vermittlung von Digitalisierungskompetenzen ein, um für Unternehmen der Region digitale, intelligente und nachhaltige Produktion erlebbar, verständlich und anwendbar zu machen.“

Aktuell sind einige potenzielle Projekte in der Ausschreibung. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass aufgrund unseres Schwerpunkts ‚grüne Zukunftstechnologien‘ viele Akteure aus unterschiedlichen Bereichen den Weg nach Hallstadt finden werden“, so Keller. Über die regionale Bedeutung hinaus bahnt sich bereits die internationale Zusammenarbeit im Rahmen eines Bayerisch-Niederländischen Fieldlab im Bereich Software & Maschinenbau an, dessen Themenschwerpunkte Nachhaltigkeit, Digitalisierung sein werden. Hierzu der niederländische Generalkonsul Paul Ymkers: „Zusammenarbeit in Europa ist wichtiger denn je. Das Bayerisch-Niederländische Fieldlab für Maschinen- und Anlagenbau bietet ein einzigartiges Netzwerk von Forschungsunternehmen, um Best Practices auszutauschen und neue Lösungen in Projekten umzusetzen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit unseren Partnern im Cleantech Innovation Park.“